Meine Gemeinde - Was ist das?

Es ist die Gemeinde, in der ich zunächst einmal zuhause bin. Ich kenne viele Leute dort, mit Namen oder vom “Sehen”, weiß, wann Gottesdienst ist, kenne den Pfarrer, die Gemeindereferentin, die Pfarrsekretärinnen, vielleicht auch die Kindergärtnerinnen. Es ist, obwohl Großstadt, ein bisschen ländlich.
Klingt idyllisch, aber es klingt nur so.
Meine Gemeinde hat inzwischen weniger Mitglieder als noch vor einigen Jahren, weniger Kinder, weniger Jugendliche, noch weniger Mittelalter, aber auch weniger alte Menschen. Ja - und natürlich in einigen Jahren vielleicht auch keinen Priester mehr, der sie betreut.
Die Konsequenz wäre, mit Nachbargemeinden zusammen zu gehen.Ist das eine gute Lösung? - Das kann niemand mit Gewissheit sagen. Nur, wenn in Zukunft mehr Menschen aus meiner Gemeinde bereit sind, mitzuarbeiten, wird das die Lösung sein.
Bei aller Zustimmung zu Gemeinsamkeiten mit anderen Gemeinden bleiben dann doch viele Angebote auf der Strecke.
So muss man fragen, wo werden dann die Werktagsgottesdienste stattfinden? Oder wer hilft den Laien bei der Vorbereitung von priesterlosen Gottesdiensten usw.? Sagen Sie nicht, das sei Schwarzmalerei. Wenn nur noch ein kleiner Kreis von Interessierten und Aktiven da ist, wird es schwer sein, meine Gemeinde zu erhalten. Wir haben zwar keine andere Möglichkeit, als in nicht allzu ferner Zukunft für mehrere Gemeinden nur noch einen Priester zu haben - aber mit Hilfe der gesamten Gemeinde - wenn sie eine eigene Gemeinde bleiben möchte - muss und wird es möglich sein, diese eigene Gemeinde zu erhalten, mit allen Möglichkeiten der Versorgung vor Ort in Herz Jesu.

Deshalb die Aufforderung an Sie: wir müssen uns den Anforderungen stellen: in der Gemeinde mitzuarbeiten, mitzumachen, um sie am Leben zu erhalten Sagen Sie nicht, Sie hätten kein Talent oder andere könnten das besser. Alle sind gefordert und wenn die Gemeindemitglieder aktiv werden, wird Herz Jesu weiterbestehen - Meine Gemeinde.

Marga Muthig - noch vor der Zeit, als die Großpfarrei Thema wurde!

Wie sehen wir heute unsere Zukunft im Pfarreiwerdungsprozess?

 

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Zur Galerie Gründungsgottesdienst 18.01.2015